Dipl.-Psych. Charlotte Luzar

Psychologische Psychotherapeutin

Wer kann sich an mich wenden?

Ich bin als Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie für die ambulante Behandlung von Patienten ab 18 Jahren zugelassen (jüngere Patienten wenden sich bitte an eine(n) Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten/in). Damit bin ich qualifizierte Ansprechpartnerin sowohl für akute psychische Krisen als auch für chronische seelische Erkrankungen. Ob Ängste, Depressionen oder Erschöpfungszustände, Belastungsreaktionen /Traumata, Ess-, Schlaf- oder sexuelle Störungen, Schmerzstörungen oder Folgen schwerer körperlicher Erkrankungen, ADHS, Psychosen, Zwänge oder Sucht: Letztlich geht es für mich immer darum, mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Leid zu lindern und Ihre Lebensqualität (zurück) zu gewinnen.


Was wird angeboten?

In Erstgesprächen („psychotherapeutische Sprechstunde“) lässt sich klären, ob krankheitswertige Beschwerden vorliegen, und ob diese durch eine ambulante Psychotherapie behandelbar sind. Diese Abklärung und Beratung wird - je nach Kapazität - möglichst zeitnah angeboten. Falls anschließend regelmäßige Folgetermine angezeigt und gewünscht sind, ist derzeit mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Je nach Ergebnis der Abklärung übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen in der Regel die Kosten für 12 bis 60 Therapiesitzungen. Die Sitzungszahl und -frequenz wird individuell vereinbart, je nach Belastungsgrad und zeitlicher Verfügbarkeit.


Welche Formen der Psychotherapie sind möglich?

Neben Einzelpsychotherapie wird auch Gruppenpsychotherapie und Kombinationsbehandlungen angeboten. Gruppenpsychotherapie hat diverse positive Zusatzeffekte gegenüber der Einzeltherapie und bietet sich besonders an, wenn es darum geht ungünstige Verhaltensmuster zu ändern, soziale Kompetenzen zu verbessern, Kontakt zu eigenen Bedürfnissen zu fördern sowie Selbstwirksamkeit und Resilienz zu entwickeln. Optional ist zusätzlich eine Einführung in Entspannungstechniken möglich.

Die Basisgruppe ermöglicht es, die Wartezeit auf einen Einzeltherapieplatz effektiv zu nutzen: In vier bis acht Sitzungen werden Grundlagen der Verhaltenstherapie vermittelt, Basisfertigkeiten zur Gefühlsregulation aufgebaut und im Austausch mit anderen Betroffenen funktionale Bewältigungsstrategien erarbeitet. So ist es möglich zeitnah gezielte Unterstützung zu bekommen und weiterhin "unverbindlich" zu erproben, ob eine Gruppentherapie passend ist.

Weiterhin finden indikative Kleingruppen statt mit dem Fokus "Krisenbewältigung" sowie "Umgang mit Angst und depressiven Symptomen". Grundlage bilden psychoedukative Einheiten zu Angst und Depression sowie Module aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie und dem Training Emotionaler Kompetenzen.

Nicht zuletzt können im Anschluss an eine Therapie (stationäre oder ambulante Behandlung) Psychotherapiegruppen dabei helfen Erlerntes auszubauen und zu festigen (Rezidivprophylaxe).


Wie läuft Psychotherapie ab?

Psychotherapie wird auch bezeichnet als “sprechende Medizin“: Statt Medikamentenverordnungen oder Anwendungen finden lösungsorientierte Gespräche statt. Nach sorgfältiger Bestandsaufnahme werden Ziele vereinbart und Ideen zur Problemlösung gesammelt. Daraufhin wird ermittelt, welche Lösungsideen sich auf welche Weise im Alltag umsetzen lassen. Als Verhaltenstherapeutin arbeite ich pragmatisch und alltagsbezogen, orientiere mich zunächst am gegenwärtigen Erleben. Da psychische Beschwerden jedoch häufig in der Vergangenheit verwurzelt sind, nutze ich neben kognitiv-verhaltenstherapeutischen Techniken auch achtsamkeits- und akzeptanz-orientierte Ansätze (ACT) sowie emotionsfokussierende Methoden (z.B. EMDR, Ego-State-Therapie).


Welche Techniken kommen zum Einsatz?

Aus dem breiten Fundus wissenschaftlich geprüfter Behandlungsmethoden sind die am wirksamsten, die zu Ihnen, Ihren Erfahrungen und Ihrer Lebenssituation passen. Unter Berücksichtigung evidenzbasierter Leitlinien wird die Behandlung individuell zugeschnitten. Grundlegend wichtig ist mir dabei Transparenz: Alles, was wir während der Behandlung entwickeln, soll für Sie nachvollziehbar und schlüssig sein. Idealerweise erarbeiten wir gemeinsam Ideen "auf Augenhöhe": Sie bringen Ihre Lebenserfahrung ein, ich das Fachwissen und meine Berufserfahrung. Ziel einer jeden Psychotherapie ist, dass Sie am Ende der Behandlung Experte bzw. Expertin für Ihr Befinden sind und sich auch in Krisen sicher und handlungsfähig fühlen. 


Was ist neben Psychotherapie noch möglich?

Durch meinen Versorgungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigung stellt Psychotherapie den Focus meines Berufsalltags dar.  Falls sich herausstellt, dass Ihre Beschwerden "im Normbereich" liegen und Sie in Ihrer Alltagsbewältigung nicht gravierend behindern, ist eine durch die Krankenversicherung finanzierte Psychotherapie (im Sinne einer Behandlung psychischer Erkrankungen) nicht möglich.

Sollten Sie sich dennoch Unterstützung in fordernden Lebensphasen wünschen, ist ggf. ein Coaching möglich. Dies ist aktuell nur in Einzelfällen möglich; perspektivisch sind themenzentrierte, präventiv ausgerichtete Angebote in meiner Praxis geplant.

Auf Wunsch beziehe in einer Psychotherapie auch Angehörige (Familienmitglieder, Partner*innen) in die Behandlung ein, sofern es die Genesung unterstützt. Falls ein Paar darüber hinaus, jenseits von persönlichen Beschwerden eines /einer Partner*in, professionelle Unterstützung bei der Bewältigung von Beziehungskrisen wünscht, kann eine Paartherapie stattfinden.

Sowohl Coaching als auch Paartherapie sind Leistungen, die nicht durch eine Krankenversicherung erstattungsfähig sind und daher selbst finanziert werden müssen. Wenn Sie Interesse daran oder Fragen dazu haben, kontaktieren Sie mich gerne. Ich werde Ihnen dann konkrete Auskunft darüber geben, ob und in welchem Format entsprechende Angebote verfügbar sind.